Kalenderblatt: 24. Juni
Heinrich VIII. wird 1509 zum König von England gekrönt. 1812 beginnt Napoleons Russlandfeldzug und 1995 ist die Verhüllung des Reichstages vollendet.
Letzte Änderung: 09.02.2021, 14:36 Uhr
  • Vor den Toren Moskaus 1812: die Grande Armée und Kaiser Napoleon I. inmitten seines Offizierstross,...

    Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 703 Militärhistorische Bildsammlung
    1812: Mit der Überschreitung der Memel durch die Grande Armée (anfangs rund 475.000 Soldaten), die auf Pontonbrücken bis zum 26. Juni 1812 dauert, beginnt Napoleons Feldzug gegen Russland. Nach anfänglichen militärischen Erfolgen endet der Feldzug in einer der größten militärischen Katastrophen der Geschichte. Am Nachmittag des 14. September erreicht die Grande Armée das von den Einwohnern fluchtartig verlassene Moskau. Am Tag danach brechen Brände in der Stadt aus, die drei Tage wüten und zwei Drittel der Stadt verwüsten. Napoleon ist nun gezwungen über einen Rückzug zu entscheiden, um nicht den Winter in Moskau festzusitzen. Er schiebt die Entscheidung auf, bis endlich am 19. Oktober die noch 95.000 Mann starke Armee die Stadt verlässt. Am 9. November erreicht das völlig demoralisierte Heer Smolensk, kaum noch 50.000 Soldaten stark und die Temperaturen fallen zeitweise auf unter minus 20 Grad. Und es wird immer kälter – bis Anfang Dezember sogar minus 37 Grad. Die Soldaten kämpfen ums Überleben, es kommt zu Fällen von Kannibalismus. Am 16. Dezember erreichen schließlich nur noch 16.000 Soldaten die Memel.
  • Heinrich VIII., König von England

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    1509: Heinrich VIII. Tudor wird zum König von England gekrönt. Am 28. Juni 1491 wird Heinrich VIII. in Greenwich als jüngerer Sohn von König Heinrich VII. und Elizabeth of York geboren. Als 1502 sein älterer Bruder plötzlich verstirbt, tritt er siebzehnjährig das Thronerbe an. Seine Thronbesteigung wird von der Bevölkerung begeistert aufgenommen, sie ist die erste friedliche seit fast 100 Jahren. Heinrich VIII. ist kulturell interessiert, spricht mehrere Sprachen, verfasst Gedichte, komponiert Musik und zeigt auch Interesse an religiösen Themen. Der zunächst charismatische und sportliche junge Mann wird später fettleibig und kränklich. Bekannt wird er auch durch seine sechs Ehen von denen zwei durch Scheidung und zwei durch Hinrichtung beendet werden. Heinrich VIII. stirbt am 28. Januar 1547 in London. Die Krone fällt zunächst an seinen neunjährigen Sohn Eduard, der früh verstirbt, dann an seine älteste Tochter Maria und schließlich an seine Tochter Elisabeth.