#rückblende89 – Erinnerungen an den Mauerfall

Am 9. November 1989 fiel die Mauer zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik.

Wir nehmen das zum Anlass, uns gemeinsam an die Zeit rund um den Mauerfall vor dreißig Jahren zu erinnern und laden unsere Leser*innen ein, es uns gleich zu tun.

Die Idee? Wir verbinden historische Fotografien mit persönlichen Geschichten und Erinnerungen an die Wendezeit. Das kann Selbsterlebtes oder von Freunden und Verwandten Erzähltes sein, ein kurzer Eindruck oder eine längere Geschichte. Eine unspektakuläre Geschichte ist ebenso wertvoll wie ein sehr besonderes Erlebnis.

Einige Erinnerungsstücke haben wir vorbereitet und werden sie auf unseren Social-Media-Kanälen teilen. Damit möchten wir unsere Leser*innen einladen und anregen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Im besten Fall – so unser Wunsch – entsteht daraus ein Kaleidoskop aus Gedanken und Gefühlen, Geschichten und Erinnerungen, das wir gemeinsam zusammengetragen haben. Die Fotos und persönlichen Erinnerungen sollen danach in einer virtuellen Ausstellung verknüpft werden, die alles zusammenführt und bewahrt: #rückblende89 – Erinnerungen an den Mauerfall.

Erinnerung an den Mauerfall - Ein Beispiel

„Alle stehen sie Schlange – nur nicht mehr für "Sonderkost", das in Dresden auch "Joghurt" bedeutete, sondern für einen neuen Pass. Voraussetzung für Begrüßungsgeld. Dafür habe ich keine Zeit: Mein täglicher Weg führt mich auf die Frühchenstation in Dresden-Neustadt, um Nähe zu meiner zweiten Tochter aufzubauen. Nur noch zwei Hebammen hat das ganze Klinikum; alle anderen haben sich in den letzten Jahren dem "Westen" angeboten. Die Betreuungssituation ist kritisch. Wie wird es erst meinem Mann gehen, der von all dem noch kaum was ahnt: Im russischen Ural die Erdgas-Trassen baut und nach 10 Jahren Wartezeit einen Trabi empfangen darf, die nun massenweise herrenlos hier an den Straßen abgestellt dahinrotten?

Es gibt keine Orientierung mehr, der Wocheneinkauf verschlingt immens mehr Geld als gewohnt, werde ich der Rolle als Familienmutter weiterhin gerecht? Ich habe einfach nur Angst, etwas falsch zu machen –  ich war 28, alleinerziehend mit zwei Töchtern und alle Besorgungswege änderten sich über Nacht.“

Anonym

„Serie: Mauerfall/Deutsche Einheit: Berliner Mauer Werbung „Come Together“ (Berlin, 1990), Foto: Birgit Schirmeier, Deutsches Historisches Museum
„Serie: Mauerfall/Deutsche Einheit: Berliner Mauer Werbung „Come Together“ (Berlin, 1990), Foto: Birgit Schirmeier, Deutsches Historisches Museum

#rückblende89 - Machen Sie mit!

Welche Geschichte vom Mauerfall haben Sie erlebt oder gehört? Erzählt Sie uns davon! Verwenden können Sie eigene Fotografien aus der Zeit des Mauerfalls, aber auch Fotos aus der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Wir starten das Projekt auf unserem Twitter Kanal und auf unserer Facebook-Seite und launchen mit #rückblende89 unseren Instagram-Account. Für Fragen sind wir (auch) per E-Mail für Sie da.

Ihre Erinnerungen und Fotos können selbstverständlich auch anonym veröffentlicht werden.

- Auf Twitter unter dem Hashtag #rückblende89 @ddbkultur

- Auf Facebook unter unserer Notiz oder unter den Fotos, die wir regelmäßig in unserer Chronik posten.

- auf Instagram unter dem Hashtag #rückblende89

- per E-Mail an j.lindenlaub [at] hv.spk-berlin.de