Save the Date: Zugang gestalten! Schwieriges Erbe

Am 4. und 5. November 2021 findet in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main zum elften Mal die internationale Konferenz „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ statt. Unter dem Titel „Schwieriges Erbe“ setzt sich die Konferenz in diesem Jahr mit Zeugnissen von Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie auseinander. Die Deutsche Digitale Bibliothek ist – wie auch in der Vergangenheit – Projektpartnerin der Konferenz und beteiligt sich auch mit der Moderation einer Podiumsdiskussion. Zur Anmeldung geht es hier.

DNB, Stephan Jockel, CC BY 4.0
Deutsche Nationalbibliothek, Stephan Jockel, (CC BY 4.0)

In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Fragen zu den Zukunftsstrategien und der Nachhaltigkeit der Digitalisierung bei Archiven, Bibliotheken und Museen sowie zur gegenseitigen Vernetzung, auch über europäische Grenzen hinweg, diskutiert. Dieses Jahr steht der Umgang mit schwierigem kulturellem Erbe im Mittelpunkt der Konferenz.

Denn zum kulturellen Erbe gehört nicht nur das Schöne, Wahre und Gute, sondern auch Zeugnisse von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Zum kulturellen Erbe gehört auch das Kolonialerbe, gehören Propaganda- und Hetzschriften sowie Bauwerke oder Standbilder, die mit einer nationalistischen Intention errichtet wurden und die heute einerseits als Denkmäler erhalten werden, andererseits aber neu kontextualisiert werden müssen. Zum kulturellem Erbe gehören auch die Zeugnisse von Menschenrechtsverletzungen, bei denen sich die Frage stellt, ob ihre Ausstellung diese nicht noch vertieft.

Wie sollen wir mit solchen Zeugnissen, mit diesem Erbe umgehen? Soll es frei zugänglich gemacht oder in „Giftschränken“ verborgen werden? Wie können, dürfen oder müssen solche Dokumente kontextualisiert werden? Wie wird in anderen Ländern mit diesen Zeugnissen umgegangen?

Die 11. Internationale Konferenz „Zugang gestalten!“ setzt sich am 4. und 5. November in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main mit diesen Fragen auseinander. Die Konferenz findet vor Ort in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Damit alle Interessierten trotz Corona-Einschränkungen teilnehmen können, wird das Programm auch online als Live-Stream verfügbar sein.

Die Deutsche Digitale Bibliothek ist auch in diesem Jahr nicht nur Mitveranstalterin, sondern auch Mitgestalterin der Konferenz: Am 2. Konferenztag moderiert die kommissarische Leiterin der DDB-Geschäftsstelle, Prof. Monika Hagedorn-Saupe, ein Panel zum Thema „Umgang mit dem Kolonialerbe“, das unter anderem Vorträge zur Drei-Wege-Strategie von Bund und Ländern für die Erfassung und digitale Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten sowie zum Thema Koloniales Erbe im Kunstmuseum umfasst.

Das komplette, vorläufige Programm der Konferenz inklusive Teilnahmevoraussetzungen, finden Sie hier.

Die Konferenz wird getragen von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Bundesarchiv, der Deutschen Digitalen Bibliothek, dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum, der Deutschen Nationalbibliothek, dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (Digis), dem iRights e.V., der Stiftung Historische Museen Hamburg, Wikimedia Deutschland und dem ZKM Karlsruhe.